Kisanth do Bashere

Description:

Beschreibung

Hoch gewachsen, mit breiten muskulösen Schultern und stolz geschwelter Brust macht der stets gut gekleidete Kisanth einen formidablen Eindruck. Sein weit geschnittenes dunkelgrünes Hemd lenkt den Blick zu den Muskelpartien seiner Brust, die Kraft und Ausdauer erahnen lassen.
Sein athletischer Körper lässt Frauenherzen höher schlagen und Männer vor Neid erblassen. Vereint mit seiner Präsenz der sich kaum ein Wesen zu entziehen vermag und die ihn in einer unsichtbaren Aureole umgibt, zieht er Menschen an wie Honig die Fliegen.
Einmal angelockt wandert der Blick unwillkürlich zum Gesicht des Hünen. Seine Züge sind weich, elegant, geprägt von einer liebevollen Wärme, aber ebenso von einer animalischen Wildheit, die erst vollkommen bewusst wird, wenn man den Blick in seine gelb leuchtenden Augen richtet. Diese vermögen den Blick ihres Gegenübers zu bannen und laden ein, träumend in ihnen zu verharren. Sie und die samtweiche verzaubernde Stimme sind der Schlüssel der schon fast magisch zu nennende Anziehungskraft Kisanths.
Umrahmt wird das Gesicht von schulterlangen, mit einem schlichten Lederband gehaltenen schwarz schillernden Haaren, die im Glanz der Sonne manchmal in dunklem Blau zu schimmern scheinen.

Nicht nur Frauen erliegen dem Charme dieses Mannes, wo immer er auftaucht bildet sich schnell eine Menschentraube, die, wie Bienen vom Nektar angezogen, herbeiströmt, um seine weiche melodische Stimme zu hören und seinen gewitzten Anekdoten oder durchdachten Plänen zu lauschen.
Ausgezeichnete höfische Manieren, eine zuvorkommende Freundlichkeit und ein außergewöhnliche Fähigkeit die Probleme und Sorgen des anderen zu erspüren und nachzuvollziehen, runden das Bild des perfekten Adelssohns ab.

Man sollte meinen ein Mann von Stand, dem solche Ausstrahlung zu eigen ist, würde die Nähe der Menschen genießen, doch meist zieht sich Kisanth sobald als möglich zurück, meidet größere Ansammlungen, um sich vor der Flut wirrer Eindrücke, die auf seine feinen Sinne einhämmern, abzuschirmen.

Aspekte:

Gaben einer unbekannten Herkunft (Kindheit)

Das Drachenblut fließt stark in Kisanth es verleiht ihm Gaben, die anderen Menschen übersinnlich vorkommen, zudem zeigt es sich in manch nur zu drachischer Angewohnheit.

Vorteile: Stark, Ausdauernd, feine Sinne
Nachteile: Habgier, Stolz, Aufbrausend, tiefer Schlaf

Gladiator ohne Arena (Jugend)

Ausgebildet von Al Lan Mandragoran dem größten Champion aller Zeiten, verfügt er über die Gabe des Schwertkampfes, sowie über eine Reihe Kampftechniken, die kein anderer Schwertkämpfer zu meistern vermag. So kann er eine Blase der inneren Stille schaffen, in der er frei von Emotionen und Ablenkungen zu kämpfen vermag.
Unfähig sich den tobenden Emotionen der Arena zu stellen, ist er einer der wenigen Adeligen die sich nie in der Arena bewiesen haben und gilt damit als Feigling. So gibt es die, die ihn fordern, weil sie ihn für schwach halten und jene, die Mandragorans Vermächtnis testen wollen.

Vorteile: Schwertkampf(Anderthalbhänder), mentale Disziplin, Schwerttechniken
Nachteile: Feigling, Mandragorans einziger Schüler, mangelnde Meisterschaft

Noblesse obliege

Da er niemals adoptiert wurde ist Kisanths Abstammung und sein Rechtsanspruch stets kritisch und er muss sich oft erst beweisen, ehe er den ihm zustehenden Respekt erhält. Obwohl Hochadel öffnet ihm der Name Bashere bei den einfachen Leuten mehr Türen als im Adel, denn viele der dekadenten Familien sehen das rechtschaffene Treiben der Basheres als widernatürlich an. Ihren Leitspruch Noblesse obliege sehen sie als krankhafte Nähe zum Pöbel.
Der Konflikt mit dem Haus Isnogood schwelt noch immer und manch Intrige wird gesponnen, um die anderen in Verruf zu bringen.

Vorteile: Reichtum, Einfluss, Bekanntheit, beliebt beim Volk
Nachteile: nicht vom Blut, im Adel nicht wirklich beliebt, Feindschaft mit Meridon Isnogood (35, ekelig, aber erfolgreich)und dem Haus Isnogood, beneidet, sucht echten Vater

Ein Meer aus Emotionen und Gedanken

Ebenfalls Gabe seiner Herkunft sind Telepathie und Empathie. Beide vermag er nicht vollständig zu beherrschen. So erfährt er oft Dinge, die er besser nicht wissen sollte, teilt im falschen Moment Schmerz und Leid, aber kann sich zugleich an positiven Gefühlen erfreuen und sich in ihnen verlieren.

Vorteile: Empathie, Telepathie, Liebesspiel, Verhandlungen
Nachteile: passive Empathie, passive Telepathie, im Kampf, in Menschenmengen, keine tiefen Freundschaften usw.

Strahlend schön und heiß begehrt

Ebenfalls Erbe seiner Herkunft ist seine übermenschliche Präsenz. Überall wo er geht und steht wird er schnell zum Mittelpunkt der Ereignisse. Fremde vertrauen ihm, wenden sich aber ebenso mit Hilfsgesuchen an ihn. Unfähig in einer Menge unterzutauchen, wird er oft Opfer seiner Gaben, wenn eine ganze Menschenmenge ihn mit ihren Sorgen und Ängsten, von seiner Empathie noch verstärkt, bedrängt. Doch finden sich auch angenehme Wirkungen. Angelockt von seiner Ausstrahlung wendet sich manch wichtige Persönlichkeit oder hübsche Dame an ihn. Hier hilft ihm die Empathie und auch seine Telepathie den richtigen Weg zu wählen, um manch gutes Geschäft zu machen oder manch erfreuliche Nacht zu verbringen.

Vorteile: beeindruckt Menschen, lockt sie an, verleiht höhere Autorität, sexuelle Erfüllung
Nachteile: Wenig unauffällig, stets im Mittelpunkt des Geschehens, Zielscheibe für Neider, gehörnte Ehemänner oder erzürnte Väter

Talente und Gaben:

Flinke Zunge: Kisanth vermag sich aus fast jedem Schlamassel zu reden, Ausstrahlung +1
Bannschwinge: magisches Schwert, nicht gegen gute bewusste Wesen, +1 normal, +2 vs. böse
Seidenhemd: Farb- und Schnittveränderlich, Schmutz abweisend, +2 Verteidigung
Freund der Tiere: Ausstrahlung auch gegenüber Tieren, mit ihnen reden
Kalligraphie und Wortgeflüster: Ausstrahlung auch bei Briefen

Fertigkeiten:

+5: Ausstrahlung
+4: Ausdauer, Gespür
+3: Nahkampf, Entschlossenheit, Scharfsinn
+2: Besitz, Athletik, Gewalt, Sprachen(Adel, Gemeinsprache, Handelssprache)
+1: Reiten, Gelehrsamkeit(Geschichte, Märchen), Führungsqualitäten, Heimlichkeit, Kunst(Kalligraphie, Tanz, Musik)

Bio:

Kisanth wurde als Baby zur überaus reichen und einflussreichen Familie Bashere gebracht. Seit ewigen Zeiten entstammt dieser Familie der zweite Lord des Wesirs von Realgar. Sie beraten und lenken mit Weisheit und Umsicht, stets nicht nur um das Wohl der Familie, sondern um das Wohl der ganzen Stadt besorgt. Ihr Leitsatz Noblesse obliege, bringt ihnen seit jeher einen guten Ruf bei den Bürgern ein, aber weckt in so manchem gegnerischen Adeligen den Wunsch dieses Ungemach auszutilgen.
Dieser kinderlosen Familie bringt nun ein uralter Drache seinen einzigen Sprössling, damit diese ihn an Kindesstatt aufnehmen und erziehen. Kisanth soll lernen unter Menschen zu leben, ehe er von seiner Herkunft erfährt.
Davram und Tenobia Bashere sind die einzigen beiden Menschen die um die Herkunft ihres Sohnes wissen. Gebunden durch einen Eid ist es ihnen nicht möglich Kisanth darüber zu erzählen und ebenso wenig ist es ihnen erlaubt ihr Mündel zu akzeptieren. So entstammt Kisanth zwar dem höchsten Adel, doch ohne die Adoption fehlt ihm die Legimitation durch sein Blut.

Seit Babybeinen an ist Kisanth ein frühreifes überaus stattliches Kind, dessen Herkunft, aber auch seine Gaben es zu etwas Besonderem machen. Gesegnet mit der Gabe Gefühle und Gedanken zu erspüren, beseelt von der jähzornigen Ader der Drachen und ausgestattet mit Sinnen die kein Mensch je nachvollziehen kann, zeigt sich sein anders Sein überaus deutlich. Sicherlich wäre er schnell zum Außenseiter geworden, wäre da nicht sein unleugbarer Charme, der ihn fast schon gegen seinen Willen, immer wieder zum Mittelpunkt sämtlicher Kinderspiele macht.

Schnell merkt Kisanth um die Ehrlichkeit seiner Bekannten, eine Gabe die ihn von tiefen Freundschaften fernhält, denn kaum ein Wesen kann es ertragen, wenn seine Gefühle und Gedanken dem anderen offen zu Füßen liegen und die Gedanken kaum eines Menschen sind so rein, das Kisanth sich bedingungslos darauf einzulassen vermag.
Einzig seine Eltern, die ihn bedingungslos lieben, Menschen reinen Herzens und voller umsichtiger Weisheit bleiben stets sein Fels in der Brandung, geben dem jungen Drachen Halt und lenken ihn auf den rechten Weg.

Mit zwölf heuern sie einen Gladiator aus der Arena an, der ihren Sohn lehren soll. Nicht irgendeinen, sondern den einzigen Champion der sich je ohne Niederlage zurückgezogen hat. Al Lan Mandragoran entstammt einem so fernen Land, das selbst die Karten des Palastes es nicht mehr verzeichnet wissen und hat die Gabe seinen Geist von störenden Gedanken zu befreien, um sich voll und ganz auf den Kampf zu konzentrieren. Diese und manch längst vergessene Technik lehrt er den jungen Adeligen, der das Wissen und die Kunst der flirrenden Klinge in sich aufsaugt. Innerhalb von drei Jahren erlernt er den fremdartigen Kampfstil und bringt ihn zu einer bescheidenen Meisterschaft.

Dann fordert sein Erbe seinen Platz, denn jeder Spross aus adeligem Haus hat zwei Jahre bei der Legion zu dienen, ehe er ein weiteres Jahr als Attache eines Botschafters in eine fremde Stadt geschickt wird.

Zwei Jahre beim Militär, bei denen er lernt Befehlen zu gehorchen, selbst solche zu erteilen, aber vor allen Dingen, in denen er lernt das Geschäft des Krieges zu verabscheuen. Denn die heftigen Emotionen und abscheulichen Schmerzen, dringen nahezu ungefiltert in seinen Geist, lassen ihn spüren, was er anderen antut und hindern ihn daran sein kämpferisches Talent zu entfalten.

Abenteuer 1:
Gaststar: Reepicheep
Seit zwei Monaten ist er nun bei der Legion, er hat gelernt Befehlen zu befolgen, seinen Rang und seine Privilegien durchzusetzen und sich allgemein eingefunden.
Ein Junge stolpert ins Lager, ein abgerissenes Geschöpf halb verhungert und in Lumpen gehüllt. Seine Wachen wollen ihn fortschicken, doch irgendetwas sagt Kisanth, dass dies hier wichtig ist. Er winkt den Wachen den Jungen durchzulassen und hört ihn an. Seine Familie wurde entführt, verschleppt mit der Absicht sie zu versklaven, die Mädchen zu Liebesdienerinnen zu machen und die Männer in die Salzbergwerke zu stecken.
Sogleich eilt Kisanth zu seinem Oberst, fordert einen Rettungstrupp, denn es sind Bürger Realgars. Dieser will nichts davon wissen, denn die Armen können sehen wo sie bleiben, kein Prestige und kein Lohn sind bei einer solchen Mission zu erwarten. Zornentbrannt rauscht Kisanth aus dem Zelt und befiehlt seiner Faust aufzusitzen. Sie werden wenn es sein muss allein die Kidnapper stellen und die Gefangenen befreien.
Er treibt sein Pferd mit guten Worten zu einem halsbrecherischen Galopp, dicht gefolgt von seinen Männern, die ihm ohne zu fragen folgen. Mag es sein dass sie ihm vertrauen, oder dass sie ihm aus Gehorsam folgen, vielleicht auch weil seine Erscheinung sie inspiriert, Hauptsache sie sind bereit diese guten Bürger zu retten.
Bald schon haben sie die Räuber eingeholt und preschen, obwohl zahlenmäßig unterlegen genau in sie herein. Ein Hauen und Stechen entwickelt sich und mit jedem Hieb verfliegt der Zorn des Drachen ein wenig und Kisanth spürt die Schmerzen der Umstehenden mehr. Bald schon kämpft er fast blind, kaum fähig sich gegen die Hiebe seiner Gegner zu verteidigen.
Es sind allein der Mut seiner Männer und die Künste des Schwertmeisters, die diesen Konflikt offen halten, bis die unmöglichste aller Kreaturen herbeieilt. Eine Ratte? Kaum einen Meter hoch, ausgestattet mit einem Rapier und einem Kampfesmut der seinesgleichen sucht. Sie fordert die zwölf noch stehenden Feinde, ohne auch nur einen einzigen Augenblick Zweifel aufkommen zu lassen, sie weiß sie wird gewinnen.
Die Feinde Lachen, spotten über die Ratte, die sie zum Abendessen verspeisen werden und werden schlichtweg überrannt. Mit einer Athletik die kein anderes Wesen je zu erreichen vermag, huscht sie zwischen den Feinden einher, trifft hier, springt dort und findet erst Ruhe, als auch der letzte Feind tot niedersinkt.
Taumelnd und erschöpft dankt der junge Adelige seiner Retterin, beugt sich herab, schenkt der adeligen Dame einen untadeligen Handkuss und legt ihr ein kleines silbernes Medaillon in die Hand. Sollte sie jemals in Schwierigkeiten sein, sollte sie es vorzeigen und sich auf Haus Bashere berufen.
Mit Hohn und Spott wird er im Lager empfangen, immerhin hat eine Ratte sein Leben gerettet. Noch Wochen halten sich die Witze über den Rattengeneral. All dies trifft Kisanth wenig, mögen die anderen spotten, die Bürger sind in Sicherheit, können ihr ohnehin schon schweres Leben weiterführen, ohne vom Schicksal noch härter gebeutelt zu werden.

Sein Mut, seine Integrität und sein schlauer Geist tragen ihm manches Lob ein, aber sein mangelnder Kampfeswille verhindern, das er in den zwei Jahren weit aufsteigt und so scheidet er nach seiner Zeit als bescheidener Leutnant aus dem Dienst aus.

Das Jahr als Attache in Viridin schenkt ihm eine weitere Erkenntnis, denn wo die gewaltsamen Emotionen ihn verschrecken, kann er die intensiven Gefühle des Liebesspiels voll genießen. Seine Fähigkeit die Bedürfnisse seines Gegenübers zu erahnen macht ihn zu einem perfekten Liebhaber und bald schon verbreitet sich sein Ruf als Casanova. Angelockt von diesen reinen unverfälschten Emotionen, begünstigt durch seinen Charme, kann er sich nur schwer bezähmen und seine Neigung bringt ihn in manch prekäre Situation, durch die ihn nur sein scharfer Verstand und seine flinke Zunge wieder zu befreien vermögen.

Abenteuer 2:
Gaststar:

Es ist ein glückliches erfülltes Jahr, hätte er nicht nach und nach erkannt, das der Botschafter, Merion aus dem Hause Isnogood, seine eigenen Interessen über die seiner Heimat stellt. Er schließt Bündnisse mit Virigin, die Realgar schaden und den eigenen Geldbeutel füllen. In seinem jugendlichen Leichtsinn prangert Kisanth die Taten dieses mächtigen Mannes an, bringt ihn vor das Magistrat Virigins, das die Klage selbstverständlich abschmettert. Kisanth flieht nach Hause, wo er seiner Familie von seinen Erkenntnissen berichtet. Zwar sind die Indizien so drückend, das der Botschafter nach Hause gerufen wird, was Kisanths Ruf ein wenig rehabilitiert, doch ohne echte Beweise, kann der Familie nichts nachgewiesen werden. Selbstverständlich bleibt ein solcher Zwischenfall nicht wirkungslos, so versucht die Familie Isnogood, seit jeher verfeindet mit den Basheres, die um die Gunst des Wesirs ringen, seitdem Kisanth mit manch Intrige in ein schlechtes Licht zu rücken. Um des Friedens in der Stadt Willen, bittet Davram Bashere seinen Sohn einige Jahre hinaus in die Welt zu ziehen, Erfahrungen zu sammeln und die Welt zu erkunden, erst heimzukehren, wenn der Konflikt in der Heimat in Vergessenheit geraten wäre.

Kaum hat der Vater diese Worte gesprochen gibt es einen weiteren Zwischenfall, der den Streit zwischen Haus Isnogood und dem jungen Kisanth Bashere zementiert.

Abenteuer 3:
Gaststar: Thanos
Auf dem Marktplatz hört Kisanth, wie ein junger Kopfgeldjäger verhaftet wird, dieser beteuert seine Unschuld und ein zufällig aufgefangener Gedanke, nicht mehr als ein flüchtiges Bild ruft Kisanth auf den Plan. Denn auch wenn er Kopfjäger nicht sonderlich mag, ist auch er ein Bürger des Imperiums und Gerechtigkeit ist keine Frage von persönlichen Vorlieben.
Seine Herkunft verschafft ihm Einlass in die Zelle des Fremden, der sich als Thanos aus Nephelin vorstellt.
Dort nutzt er seine Gabe, Menschen fühlen zu können, während er sich mit dem Fremden unterhält, sich dessen müßige Ausreden und harten Sprüche anhört, sucht er weiter unten, tief im Herzen des Mannes findet er die Bestätigung. Ganz sicher hat er niemals die gesuchte Frau gegen seinen Auftrag vergewaltigt und ermordet, viel eher ist es so, dass Merion Isnogood, erneut eben dieser Verbrecher, die Frau vergewaltigt hat und weil diese einer mächtigen Familie entstammt, nun seine Verbrechen einem Fremden anlasten will.
Leider finden sich weder Beweis noch eine Möglichkeit dieses Verbrechen nachzuweisen.
Der junge Adelige hebt die Hand, unterbricht den Redefluss des Fremden und lächelt ihn an.
„Ich weiß ihr habt diese Tat nicht begangen, doch bis zu dem Tag da wir einen Beweis dafür finden, wird euer Wort, selbst wenn ich euch glaube, die Familie Isnogood wenig beeindrucken.
Ich kann nicht mehr tun, als eure Freilassung zu erwirken. Seht es als Spiel, findet zuerst einen Beweis gegen Merion Isnogood und gewinnt, oder lasst euch von seinen Schergen fangen und haucht in der Niederlage euer Leben aus.“
Ein Beutel Gold und einige freundliche Worte später öffnen sich die Tore des Gefängnisses und der Fremde flieht in die Schatten, bereit sich dem Licht der Öffentlichkeit so schnell nicht wieder zu stellen.

Nachdem er so die Feuer des Zorn in seiner Heimat noch ein wenig weiter angestachelt hat und nun sicher ist, dass auf kurz oder lang einer von ihnen sterben muss, entweder der schurkische Meridon, oder aber er selbst, ermordet von einem hinterhältigen Stich seiner Feinde, macht er sich auf um als Glücksritter und Lebemann die Klauen zu erkunden, bis zu dem Tag, da er sich reif genug fühlt heimzukehren und das Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen.
Er genießt das Leben, lernt seine Gaben zu nutzen und hilft den weiteren Verfall des Imperiums aufzuhalten, indem er dem Bösen entgegen tritt, wann immer es sein abartiges Haupt erhebt.

Kisanth do Bashere

Fuenf entdecken die Welt Zagroschim